Das Risiko von Schäden an Elektrogeräten durch Überspannung ist bei einem Gewitter nicht zu unterschätzen. Blitzeinschläge können Spannungsspitzen von bis zu 100.000 Volt verursachen. Auch wenn der Blitz nicht direkt, sondern in der näheren Umgebung einschlägt, kann die freigesetzte Spannung ins Strom- und Telefonnetz fließen und Fernseher, Router und Laptop schwer beschädigen.
Der einfachste Schutz vor Blitzschäden an Elektrogeräten ist die direkte, physische Trennung vom Stromnetz. Das Ziehen des Steckers verhindert, dass Überspannungen durch die Stromleitungen nicht in die Geräte gelangen. Das alleinige Ausschalten des Kippschalters an Mehrfachsteckdosen reicht daher nicht aus, um Router, Fernseher und Telefon zu schützen.
Ein Blitz kann jedoch nicht nur das Stromnetz treffen, sondern auch über das Antennenkabel und die Internetleitung für Schäden sorgen. Es ist daher notwendig, den Fernseher und Router von der jeweiligen Leitung zu trennen. IT-Geräte reagieren besonders sensibel auf Spannungsveränderungen. Haben sie erst einmal einen technischen Defekt durch Blitzschlag erlitten, können in der Folge sämtliche Daten, die gespeichert sind, verloren gehen.
Gut zu wissen: Glasfaser kann keinen Strom leiten. Über Glasfaserkabel angeschlossene Router können zwar bedenkenlos an der Internetverbindung, jedoch nicht am Stromnetz, angeschlossen bleiben.
Da während des Gewitters alle Geräte von der Leitung getrennt sind, ist das Telefonieren und der Zugang zum Internet nicht möglich. Wer weiterhin erreichbar sein möchte, kann vor dem Ausstecken eine Rufumleitung auf das Smartphone einrichten. Über das Smartphone und die mobilen Daten kann der Laptop auch bei Unwetter im Internet surfen. Ein Hotspot erlaubt die Weiterarbeit im Homeoffice und die Teilnahme an wichtigen Online-Konferenzen. Wichtig sind den Laptop- und Smartphone-Akku während des Gewitters nicht über das Stromnetz aufzuladen.