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Unsere Tipps zur Akku-Pflege

Schnurlostelefone mit NiCd-Akkus nicht nach jedem Gespräch in die Ladeschale stellen, sondern erst wenn der Akku leer ist. Foto: Uschi Dreiucker | pixelio.de

Feine Sache, so ein Schnurlostelefon. Dumm nur, wenn der Akku auch nach langem Laden schnell schlapp macht. Hier Tipps, wie der Akku frisch und munter bleibt!


►Leeren, laden, leeren, laden?

Nickel-Metallhybrid-(NiMH)-Akkus zählen heute in Schnurlostelefonen zu den gängigsten Akkutypen. Ältere Telefone benutzen noch Nickel-Cadmium-(NiCd)-Akkus, während ganz neue Modelle Lithium-Ionen-(Li-Io)-oder Lithium-Polymer-(Li-Po)-Akkus verwenden. Jeder Akkutyp will anders geladen werden. Ein Blick ins Akkufach verrät, was drin ist.

NiCd-Akkus, die nicht völlig entladen werden, stellen nach einiger Zeit nur noch die verbrauchte Kapazität nach dem Laden bereit. Das nennt man den Memory-Effekt.
FAZIT: Nicht nach jedem Gespräch in die Ladeschale, sondern erst wenn der Akku leer ist.

NiMH-Akkus sind vom Memory-Effekt weniger betroffen. Aber wenn sie stets nur kurz und wenig Energie verbrauchen, werden auch diese Akkus mit der Zeit immer träger und schließlich unbrauchbar. Das ist der Lazy-Battery-Effekt.
FAZIT: Also »leer-telefonieren«, dann erst wieder zurück in die Ladestation.

Li-Io- und LiPo-Akkus werden vor allem in hochwertigen neuen Schnurlostelefonen eingesetzt. Ihnen machen weder Memory- noch Lazy-Battery-Effekt groß zu schaffen, aber sie mögen keine Vollentladungen.
FAZIT: Das Mobilteil also im Idealfall nach dem Gespräch gleich wieder in die Basisstation stellen.

►►TIPP:

Wenn die NiCd- oder NiMH-Akkus bereits nicht mehr richtig laden, folgendes ausprobieren: Die Akkus ganz entleeren, dann ganz aufladen. Das ganze das dreimal wiederholen. Wenn das nicht mehr hilft, ist es Zeit für einen Austausch der Akkus.

►Was tun, wenn der Akku tot ist?

Akkus kann man austauschen. Die meisten Akkus lassen sich nur 1.000mal aufladen. Das heiß nach durchschnittlich zweieinhalb Jahren Gebrauch ist Schluss. Außerdem haben die meisten mitgelieferten Akkus – nicht zuletzt aus Preisgründen – eine geringe Kapazität. Das heißt: Sie sind auch bei richtigem Laden vergleichsweise schnell leer.
FAZIT: Wenn der Kauf neuer Akkus ansteht, kann also auch zu höheren Kapazitäten gegriffen werden.

►►TIPP:

Beim Kauf des neuen Akkus auf Akku-Format (meist AAA Micro, seltener Akkublock), Spannung (1,2 Volt) und Kapazität in mAh achten.Vieltelefonierer können zu einem hochwertigen 1000 mAh-Akku greifen. Die müssen zwar länger laden, aber eine Nacht in der Basisstation reicht dafür in der Regel. Wer normal oder wenig telefoniert, kommt mit einem Akku mit 600 mAh aus, aber es sollte einer der neuen Akku-Typen wie »Ready to Use« (r2u) oder »Always Ready«, die eine extrem geringe Selbstentladung haben, sein.